29.04.2009

Die NAMUR-Empfehlung 131 ist neu erschienen.

Kurzfassung zu NE 131 „NAMUR-Standardgerät“
(Version: 29.04.2009)

Die Feldgeräteentwicklung der letzten Jahrzehnte wurde von der Einführung neuer Messprinzipien für die industrielle Anwendung und dem Einzug der Mikroelektronik bei den Feldgeräten geprägt. Als Folge stehen für den Anwender in der Prozessindustrie neben neuen auch bekannte Messverfahren mit verbesserter und erweiterter Gerätefunktionalität zur Verfügung.

Von den Feldgeräteherstellern wurden und werden immer mehr Gerätefunktionen angeboten. Diese über die eigentliche Messaufgabe hinausgehenden Zusatzfunktionen machen die Geräte interessant und können die Einsatzbreite eines Geräts im Einzelfall beträchtlich erweitern. Allerdings sind damit prinzipiell auch zusätzliche Gerätekosten verbunden, die bei Nichtverwendung der Zusatzfunktionen getragen werden müssen. Die Anwendungspraxis zeigt, dass  in der überwiegenden Zahl der Einsatzfälle die angebotenen Zusatzfunktionen nicht genutzt werden.

In der vorliegenden NE wird eine Feldgeräteausstattung vorgestellt, die für rund 80 % der Einsatzfälle geeignet ist. Mit dieser Geräteserie für den normalen- oder „Standard“- Anwendungsfall ist der Anspruch der Anwender verbunden, für die üblichen Einsatzfälle nur die tatsächlich benötigte Gerätefunktionalität zu erhalten. Mit der Konzentration auf die wesentlichen Gerätemerkmale für das „Massengeschäft“ und der hierfür geschaffenen NAMUR-Standardgerätereihe profitieren Hersteller und Anwender. Durch den höheren Standardisierungsgrad wird die Typenvielfalt reduziert und es können höhere Stückzahlen erreicht werden. Daraus ergeben sich zusätzliche Potenziale für eine Kostenreduzierung.

In dieser NAMUR-Empfehlung werden von Anwenderseite die Anforderungen an Feldgeräte für Standardanwendungen in der Prozessindustrie formuliert. Damit wird die Entwicklung einer Gerätebaureihe „NAMUR-Standardgerät“ angestoßen, bei der die Geräteeigenschaften auf das notwendige Maß beschränkt und trotzdem 80% der üblichen Anwendungsfälle abgedeckt sind.


Abstract to NE 131 “NAMUR Standard Device”
(Version: 29.04.2009)

The development of field devices in recent decades has been influenced by the introduction of new measurement principles for industrial applications and the innovative use of microelectronics in field devices.  As a consequence, users in the process industry can, in addition to new methods, avail of familiar measuring procedures with improved and expanded device functionality.

Field device manufacturers have to date continually increased the number of device functions they offer and, indeed, continue to do so. These additional functions, which exceed the ambit of the actual measuring task involved, make devices interesting and can considerably expand the application scope of a device in an individual case.  However, additional device costs are generally involved here which must be borne when the additional functions are not used. Experience gained in practical applications indicates that the additional functions are not utilised in the overwhelming majority of application cases.

A field device design is presented in this NAMUR recommendation which is suitable for 80% of application cases. User aspirations are covered by this device series for the normal or “standard“ application case, i. e. users get only the specific device functionality specifically required. Manufacturers and users profit from the concentration on important device characteristics for the ”mass market“ and the NAMUR standard device series created for this purpose. The increased level of standardisation reduces the diversity of types and enables the production of higher quantities.  This results in additional potential for cost reduction.

The requirements for field devices for standard applications in the process industry from the point of view of the user are formulated in this NAMUR recommendation. The development of a “NAMUR standard device“ series is initiated in this context, with device characteristics being reduced to a minimum while still covering 80% of application cases.

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